Yakisugi

 



Bei der traditionellen Methode,
der in Japan beheimateten
Verarbeitungsweise des Yakisugi,
werden 3 Bretter in Dreiecksform
als Kamin aufgestellt
und von innen
mit einem Holzfeuer abgebrannt.

Diese ursprüngliche Verarbeitung sorgt,
durch großer und gleichmäßiger Hitze,
für eine tiefe Karbonisierung des Holzes,
was es besonders widerstandsfähig macht.

Bauern und Handwerker
im Japan des 18. Jahrhunderts
nutzten diese Methode,
um u.a. die äußeren Fassaden
von Häusern und Tempel
witterungsbeständig zu machen.


Für meine Arbeiten bediene ich mich
einer abgewandelten Form dieser Technik.
Aufgrund einer erforderlichen
punktuellen Nutzung des Feuers,
dem genauen Verbrennen
mitunter kleinster Oberflächen,
wird die Karbonisierung des Holzes
durch eine Gasflamme erzeugt.

Karbonisierung mit Gasflamme

Hierdurch kann ich
unterschiedlichsten Strukturen
und Bereichen der verbauten Komponenten
gezielt entsprechende Hitze zuführen,
um ein optimales,
weiterverarbeitbares Ergebnis zu erzielen.

Ist dieser Schritt abgeschlossen,
erfolgt, je nach späterer
Farbrichtung und -intensität des Gesamtobjektes,
das dementsprechend angepasste Ausbürsten
des verbrannten weichen Anteils.

Yakisugi nach dem Bürsten

Dieses 'Edelholz' ist nach Beendigung
mit der Optik des Ausgangsmaterial
nicht mehr vergleichbar.
Die für jede Komponente einzigartige Maserung,
vermittelt dem Betrachter das Gefühl
ins Innere, in die Seele des Holzes zu blicken.








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