Was zu bewahren ist
Was ist es,
das wir unseren Kindern
und allen die nach uns kommen
vermachen wollen?
Wofür lohnt es sich einzustehen
und was sind wir
in der Lage dafür zu tun?
Gerade in Zeiten wie den jetzigen,
ist es wichtig den Fokus zu wahren.
Auf unser Handeln
und den Auswirkungen dessen.
Auf unsere Hoffnungen
und deren Erfüllung.
Darauf das zu erhalten was wir haben,
wenn es uns lieb und teuer ist.
Was fühlen wir bei einem Spaziergang
durch einen unserer liebsten Orte?
Vor Leben strotzend erhebt
sich sein schützendes Blätterdach
und zu unseren Füßen wandelt
eine unfassbare Artenvielfalt durchs Gehölz.
Ein unglaublicher Lebensraum,
den es nicht nur für unsere Tierwelt
und unser Klima zu schützen
und zu erhalten gilt.
Viel mehr ist die Natur,
ist der Wald.
Er berührt unser Herz und legt sich
wie ein geheimnisvoller Mantel
um unsere Seele.
Er spricht von Mythen,
von Abenteuern,
er singt, er flüstert...
bis er irgendwann schweigt.
Soll dieses Schweigen Zukunft sein?
Oder sind wir in der Lage,
all unseren Nachkommen
etwas lebenswertes zu hinterlassen.
Denn wir sorgen uns,
geben unseren Kindern Erfahrungen,
Wissen und Weisheiten
mit auf ihren Weg.
Doch was ist das alles wert,
wenn wir nicht in der Lage sind
ihnen eine Erde zu vermachen,
welche die Möglichkeit bietet
alles Schöne und Erstrebenswerte zu erforschen.
Sich selbst eine Welt zu eigen zu machen,
die uns in unserer Kindheit so faszinierte.
Ich versuche mich oft daran zu erinnern
wie es war,
mit leuchtenden, aufgerissenen Augen
das Unbekannte zu entdecken.
Wie es war, als einem als Kind
alles so riesenhaft erschien
und man jeden Tag der Bohnenranke hinauf
ins Wolkenkönigreich folgte.
Und dann stelle ich mir vor,
wie es mir als Kind von morgen
oder übermorgen gehen würde.
Wäre meine Welt noch riesenhaft,
voller natürlicher Magie?
Erklimme ich noch immer diese Bohnenranke?
Oder besteige ich Berge aus Vergessenheit,
auf deren Gipfel sich keine Prinzessin befindet,
sondern lediglich der Blick
auf einen verderbten Horizont?
Wir mit unseren Erfahrungen,
mit unseren Weisheiten
und unserem Wissen.
Wir ebnen diesen Weg...
Die schlechte Nachricht ist,
es liegt an uns.
Die gute Nachricht ist,
es liegt an uns.
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